Fliegenfischen – Die schönste Art Fische zu fangen

Fliegenfischen ist eine Art des Angelns, bei der ein künstlicher, leichter Köder verwendet wird, um Fische zu fangen.

Es wird Fliegenfischen genannt, weil der künstliche Köder ein echtes Insekt (Fliege) imitiert. Wenn die Fliege richtig präsentiert wird, denken Fische wie z.B. Forellen, dass es sich um ein echtes Insekt handelt und fressen es. 

Der Hauptunterschied beim Setup im Vergleich zum normalen Angeln ist die Angelschnur. Beim Fliegenfischen ist die Schnur schwerer und dient als Gewicht, das den Köder auswirft. Dies erfordert deutlich andere Wurftechniken als beim normalen Angeln. 

Die zum Fischfang verwendeten Fliegen reichen von Trockenfliegen, die Insekten an der Wasseroberfläche darstellen, über Nymphen, die Insekten unter Wasser imitieren, bis hin zu Streamern, die oft kleine Köderfische oder andere Organismen nachahmen. 

Fliegenfischen auf Forellen
Fliegenfischen: Bachforelle mit der Fliege gefangen

Fliegenfischen kann sowohl im Süß- als auch im Salzwasser ausgeübt werden. Im Süßwasser kann man in Bächen, Flüssen und stehenden Gewässern wie Teichen oder Seen mit der Fliege fischen. Im Salzwasser wird der größte Teil des Fliegenfischens in sogenannten Flats ausgeübt. Das sind flache Bereiche der Ozeane in Regionen wie der Karibik. 

Das Fliegenfischen wird wegen der anmutigen Bewegung beim Fliegenwerfen oft als die schönste Form des Angelns bezeichnet. Viele Fliegenfischer und Fliegenfischerinnen sehen in diesem Sport eine Art Meditation. In vielen Regionen der Welt wird Fliegenfischen als „catch and release“ praktiziert, bei dem der Fisch nach dem Fang wieder freigelassen wird. In Deutschland ist das grundsätzlich aus Tierschutzgründen nicht erlaubt.

Fliegenfischen: Fliegenrute mit montierter Fliege
Fliegenfischen: Fliegenrute mit montierter Fliege

Inhaltsverzeichnis:

1. Die Geschichte und die Ursprünge des Fliegenfischens

2. Wurf-Techniken beim Fliegenfischen

2.1. Werfen mit der Einhandrute

2.2. Werfen mit der Zweihandrute/Spey Casting

3. Fischarten beim Fliegenfischen

3.1. Süßwasser-Fische

3.2. Salzwasser-Fische

4. Ausrüstung beim Fliegenfischen

4.1. Fliegenruten

4.2. Fliegenrollen

4.3 Fliegenschnüre

4.4. Vorfachmaterial

4.5. Fliegen

5. Fliegenfischerausrüstung

5.1. Wathosen

5.2. Watstiefel

5.3. Watjacken

5.4. Watwesten

5.5. Sonnenbrillen

Geschichte und Ursprünge des Fliegenfischens

Die Ursprünge des Fliegenfischens reichen bis in die Zeit des alten Roms zurück, wo Fischer einen roten Faden benutzten, um die Fische auszutricksen und zu fangen. Auch die japanische Tradition des Tenkara, die noch heute praktiziert wird, war eine sehr frühe Form des Fliegenfischens. Auch hier wird eine beschwerte Schnur verwendet, aber im Gegensatz zum Fliegenfischen gibt es keine Rolle. 

Ende des 15. Jahrhunderts wurde das erste Buch über das Fliegenfischen veröffentlicht: “The Treatyse on Fysshynge with an Angle” (1496). Im 19. Jahrhundert entstanden in Großbritannien die ersten Fliegenfischerclubs und weitere Bücher über das Fliegenbinden (die Kunst des der Herstellung von Fliegen) und Fliegenfischertechniken wurden veröffentlicht. 

Fliegenfischen: Atlantischer Lachs mit der Zweihandrute gefangen
Fliegenfischen: Atlantischer Lachs mit der Zweihandrute gefangen

In den USA erlebte das Fliegenfischen Ende des 19. Jahrhunderts einen ersten Boom, als in Flüssen wie dem Beaverkill in den Catskills außerhalb von New York City Bachforellen gefangen wurden. Eine zweite Welle der Popularität folgte mit der Entwicklung von Glasfaserruten und synthetischen Fliegenschnüren Anfang der 1950er Jahre. 

In jüngerer Zeit hat sich das Fliegenfischen zu einer sehr beliebten Freizeitbeschäftigung in der Natur für alle Altersgruppen entwickelt. Robert Redfords ikonischer Film „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ mit dem jungen Brad Pitt trug definitiv zur Popularität dieses Sports bei. 

Wurf-Techniken beim Fliegenfischen

Beim Fliegenfischen wird der Köder (die Fliege) über das Gewicht der Schnur und nicht des Köders ausgeworfen. Das Gewicht der Schnur sorgt in Kombination mit der richtigen Wurftechnik dafür, dass die Fliege geworfen werden kann und am Ende auf der Wasseroberfläche landet. 

Wurftechnik mit der Einhandrute

Die Grundtechnik beim Fliegenfischen mit der Einhandrute ist der Überkopfwurf. Dabei wird die Rute zurück und wieder vorbewegt und am Ende die Bewegung gestoppt. So bildet sich eine Schlaufe, die die Fliege in die gewünschte Position transportiert. In der einfachsten Form “zieht” der Angler die Schnur über die Schulter zurück, um die Rute mit mehreren Bewegungen “aufzuladen”. So sieht dies aus:

Video: Courtesy of Orvis

Die meisten Würfe beim Fliegenfischen sind sogenannte Einhandwürfe, bei denen, wie der Name schon sagt, nur eine Hand zur Ausführung des Wurfes benutzt wird. Der Überkopfwurf ist die am häufigsten verwendete Technik. Daneben gibt es weitere Techniken wie den Rollwurf, den Unterhandwurf oder den Einhandwurf. 

Fliegenfischen mit der Zweihandrute / Spey Casting

An größeren Flüssen wird auch Doppelhand- oder Spey-Casting praktiziert. Wie der Name schon sagt, werden bei diesem Fliegenfischstil beide Hände benutzt. Spey Casting erfordert längere und schwerere Ruten. Im Wesentlichen handelt es sich um einen großen Rollwurf, der in der schottischen Spey-Region entwickelt wurde, um in großen Flüssen auf Lachs zu fischen.

Er benötigt im Grunde keinen Platz im Rückraum und wurde daher dort eingesetzt, wo hohe Ufer einen Überkopfwurf unmöglich machten. Heutzutage gibt es viel mehr Situationen, in denen Fliegenfischer Zweihand-Ruten auch für andere Situationen verwenden. 

Video: Courtesy of Ian Gordon

Fischarten beim Fliegenfischen

Fischerei im Süßwasser

Die Mehrheit der Fliegenfischer übt ihren Sport im Süßwasser aus. Das Forellenfischen ist sicherlich die beliebteste und traditionellste Kategorie des Fliegenfischens. Traditionell wurde das Fliegenfischen in kalten, klaren Gewässern meist Flüssen und Bächen ausgeübt. In den vergangenen Jahren ist das Fliegenfischen auf Raubfischarten wie Hecht oder Barsch jedoch immer beliebter geworden, so dass stehende Gewässer wie Teiche oder Seen zu Orten für das Fliegenfischen geworden sind.

Neben dem Forellenfischen ist das Fliegenfischen auf Lachs mit großen Zweihandruten auf beiden Seiten des Atlantiks sehr populär. Fliegenfischer in Skandinavien und im Osten Kanadas fangen den Atlantischen Lachs mit ihren Fliegenruten. Er ist sicherlich eine der begehrtesten Arten, die mit der Fliegenrute gefangen werden. 

An der Westküste der USA und Kanadas gehören Pazifischer Lachs und Steelhead (Regenbogenforellen, die ins Meer und zurück wandern) zu den Arten, die von Fliegenfischern gefangen werden. 

Fliegenfischen auf Regenbogenforellen
Regenbogenforelle auf Fliege gefangen

Fischerei im Salzwasser

Auch das Fliegenfischen im Salzwasser ist rund um die Welt sehr beliebt. Oft sind die dort gefangenen Arten sehr kräftig und machen daher viel Spaß, wenn man sie mit der Fliegenrute fängt. Einige der beliebtesten Arten, die man mit einer Fliege im Salzwasser fangen kann, sind Bonefish, Permit und Giant Trevally (GT). Neben der Karibik hat sich eine Reihe von Orten im Indischen Ozean zu Hotspots für das Salzwasser-Fliegenfischen entwickelt. 

Neben dem Fliegenfischen im Salzwasser in wärmeren Regionen haben Orte wie Skandinavien, Großbritannien, Irland und Deutschland eine Tradition, Meerforellen in der Nord- und Ostsee zu fangen. Die Meerforelle (eine wandernde Form der Bachforelle) bevölkert die Küsten dieser Länder und ist ein beliebtes Ziel für Fliegenfischer. 

What is Fly Fishing? A Group of Bonefish
Fliegenfischen auf Bonefish in der Karibik

Ausrüstung beim Fliegenfischen

Das Gerät beim Fliegenfischen kann in Ruten, Rollen, Schnüre, Vorfachmaterial und Fliegen eingeteilt werden. Wir werden uns die verschiedenen Arten von Fliegen etwas später ansehen.

Ruten

Als Faustregel können wir zwischen Einhand- und Zweihand-Ruten unterscheiden. In den letzten Jahren sind auch sogenannte Switch-Ruten entstanden. Sie versuchen, das Beste aus beiden Welten von Einhand- und Zweihand-Ruten zu kombinieren.

Fliegenfischen: Fliegenrute und Fliegenrolle
Fliegenfischen: Fliegenrute und Fliegenrolle

Einhandruten

Einhand-Ruten gibt es in einer Vielzahl von Längen und Gewichten, mit denen Fliegenfischer alle möglichen Situationen abdecken können. Als Faustregel werden sie in sogenannte Schnurklassen von #1 – #12 eingeteilt. Je höher die Zahl, desto schwerer die Rute, desto größer und stärker ist der Fisch, den man damit fangen kann. 

Beginner würden als erstes am ehesten eine Rute für die Forellenfischerei kaufen. Diese Rute ist meist eine #5 (Schnurklasse 5) mit einer Länge von etwa 9 Fuß (9’). Mit dieser Rute kann man die meisten fischereilichen Situationen abdecken, denen man beim Fliegenfischen auf Forelle und andere (kleinere) Süßwasserfischarten wie Saibling oder Äsche begegnet. 

Hier ist eine Auswahl an Forellenruten mit denen man nichts falsch machen kann: 

Die nächste große Kategorie der Einhandruten ist grob gesagt eine Rute für Hechte und größere Fische. In den meisten Fällen wäre diese Rute eine #8 (Schnurklasse 8), wiederum mit einer Länge von etwa 9 Fuß (9’). 

Hier ist eine Auswahl von Hecht-Fliegenruten, die wir empfehlen:

Wenn Sie hinter großen und starken Salzwasser-Arten her sind, sollten Sie eine Rute im Bereich #12 (Schnurklasse 12) in Betracht ziehen, die der Kraft dieser Fische gewachsen ist.

Hier ist eine Auswahl an schweren Salzwasser-Fliegenruten, die wir empfehlen:

Zweihand-Ruten

Wie bereits erwähnt, wurden traditionell Zweihand- bzw. Spey-Ruten an den großen Flüssen Schottlands wie dem Spey verwendet, wo die Technik ihren Ursprung hat. Wenn Sie sich eine Zweihand-Rute besorgen wollen, wird Ihr Ziel meist atlantischer oder pazifischer Lachs sein. Normalerweise bedeutet das eine große 14’-15’-Rute mit einer Schnurklasse von #10/#11.

Hier ist eine Auswahl von Zweihand-Ruten, die wir für den Fang von Atlantischem Lachs empfehlen:

Neben dem traditionellen Spey Casting für Lachs hat in den vergangenen Jahren auch das sogenannte Troutspey (Zweihandfischerei auf Forellen) einen Anstieg erlebt. (Große) Forellen können oft in breiteren Flüssen gefangen werden, in denen sich die Verwendung einer Zweihand-Rute als nützlich erweist, insbesondere wenn man den ganzen Tag lang wirft. Wenn Sie diese Technik ausprobieren möchten, schauen Sie sich diese Ruten an:

Dies soll Ihnen nur einen allgemeinen Überblick geben. Natürlich gibt es noch viele weitere Techniken, die eine spezielle Ausrüstung erfordern. Sobald Sie mit dem Fliegenfischen anfangen, werden Sie diese Techniken kennen lernen und können mehr Ausrüstung anschaffen. Am Anfang ist es am wichtigsten, Zeit am Wasser zu verbringen, zu üben und Spaß zu haben. 

Fliegenrollen

Fliegenrollen sind ein bisschen wie Uhren. Man kann nie genug haben. Auch hier wollen wir einen Überblick darüber geben, welche Optionen es gibt.

Forellen-Rollen

Als Faustregel gilt, dass Forellenrollen die Fliegenschnur und etwas Backing (Reserveschnur) aufnehmen müssen. Forellenrollen können ein Bremssystem haben, müssen aber nicht. Dies ist wichtiger, wenn man gegen stärkere Fische kämpft. Grundsätzlich sollte die Klasse der Rolle zur Klasse der Rute passen, z.B. eine #5 Fliegenrute kombiniert mit einer #5 Fliegenrolle.

Hier ist eine Liste von Forellenrollen, mit denen Sie nichts falsch machen können:

Fliegenrollen für Hecht und kleine Lachse 

Die nächste Gruppe von Fliegenrollen liegt im Gewichtsbereich #8. Diese Rollen werden für Einhandruten verwendet, um auf große Süßwasserfische wie Hechte zu fischen. Sie können diese Rollen auch für kleinere Lachsflüsse z.B. in Kombination mit kleineren Zweihand-Ruten verwenden. Wenn Sie für alle erdenklichen Situationen gerüstet sein wollen, können Sie eine Rolle in Betracht ziehen, die auch im Salzwasser verwendet werden kann. 

Hier finden Sie eine Auswahl von Fliegenrollen der Gewichtsklasse #8:

Große Rollen für Lachs und Salzwasser-Arten

Wenn Sie große Atlantische Lachse oder Salzwasser-Arten wie Tarpon oder GTs ins Visier nehmen wollen, brauchen Sie schwere, zuverlässige Rollen. Ein gutes Bremssystem ist Pflicht und Sie sollten sicherstellen, dass die Rolle auch im Salzwasser eingesetzt werden kann, sprich korrosionsbeständig ist.

Hier ist eine Liste von Rollen, die Sie für einen solchen Einsatz in Betracht ziehen können:

Fliegenschnüre

Die Fliegenschnur ist einer der wichtigsten Bestandteile Ihrer Ausrüstung. Sie muss zur Rute passen, sonst wird es schwer werden, einen vernünftigen Wurf zu machen. Gewöhnlich werden Einhand-Ruten mit integrierten Fliegenschnüren geworfen, bei denen ein Kopf nahtlos mit der Laufschnur (Running Line) verbunden ist.

Bei der Verwendung von Zweihand-Ruten sind Schussköpfe zum Standard geworden. Sie verwenden kürzere Köpfe, die über eine Loop-to-Loop-Verbindung mit der Running Line verbunden sind. Das erleichtert den Wechsel des Setups. Heutzutage kann man Schussköpfe auch an Einhand-Ruten und integrierte Schnüre an Zweihand-Ruten fischen.

Fliegenschnüre für Forellen

Beim Fliegenfischen auf Forellen verwenden die meisten Fliegenfischer heutzutage Weight Forward (WF)-Fliegenschnüre. Sie haben einen schwereren Kopf (als Double Taper (DT) Fliegenschnüre) und sind einfacher zu werfen. Double-Taper-Fliegenschnüre waren vor ein paar Jahren der Standard. Sie haben ein längeres, gleichmäßigeres Taper-Design, das eine feine Präsentation – besonders beim Trockenfliegenfischen – vereinfacht. Sie haben auch den Vorteil der Mehrfachverwendung. Wenn der vordere Taper eine Zeitlang in Gebrauch ist, kann man ihn einfach umdrehen und das andere Ende der Fliegenschnur fischen. Das Design des Double Tapers macht es möglich. 

Fliegenschnüre für Hecht, etc.

Fliegenschnüre für schwerere Fische im Süßwasser, die mit der Einhand-Rute gefangen werden, wie z.B. Hecht, sind gleich aufgebaut wie Forellen-Schnüre. Sie fallen auch in die Kategorien WF (weight forward) und DT (double taper) Fliegenschnüre.

Fliegenschnüre für die Zweihandfischerei

Wie bereits erwähnt, ist der Goldstandard bei der Zweihandfischerei auf atlantischen und pazifischen Lachs die Verwendung von Schussköpfen. Ein Setup für die Zweihandfischerei auf Lachs kann im Hinblick auf die perfekte Konfiguration ein wenig Arbeit erfordern. Wenn Sie in diese Art des Fischens einsteigen wollen, sollten Sie sich mit Ihrem örtlichen Fliegenfischereigeschäft in Verbindung setzen. Sie werden Ihnen helfen, das perfekte Setup zu finden. 

What is Fly Fishing? Spey Casting on a big River in Norway
Spey Casting an einem großen Fluss in Norwegen

Vorfachmaterial

Um eine Fliege an eine Fliegenschnur zu binden, benötigen Sie ein sogenanntes Vorfachmaterial (Monofilament). Es handelt sich dabei um ein Stück Angelschnur von ca 2-3 Meter Länge. Abhängig von der Fischart, auf die Sie fischen wollen, ist der Durchmesser des Vorfachs dicker (stärkere Fische) oder dünner (kleinere Fische). Es gibt auch sogenannte verjüngte Vorfächer, bei denen der Durchmesser zur Spitze hin abnimmt. Diese werden vor allem bei der Forellenfischerei eingesetzt. 

Fliegen

In der Regel werden Fliegen in zwei große Kategorien eingeteilt: Fliegen, die ein Insekt (oder andere Nahrung von Fischen) imitieren und Fliegen, die den Beißreflex von Fischen reizen. Fliegen können an der Wasseroberfläche (Trockenfliegen), im Oberflächenfilm (sogenannte Aufsteiger/Emergers) oder unter der Wasseroberfläche (Nassfliegen, Nymphen und Streamer) gefischt werden.

What is Fly Fishing? A large box of flies for fly fishing
Eine große Auswahl an Fliegen für das Fliegenfischen

Ausrüstung

Wenn man an Fliegenfischen denkt, haben viele Menschen die Assoziation von Anglern, die in einem Fluss stehen. Obwohl das nicht unbedingt nötig ist, kann es manchmal hilfreich sein, ins Wasser hinein zu waten, um weiter entfernte Stellen zu erreichen, an denen sich Fische aufhalten können. 

Dazu ist beim Fliegenfischen die Watausrüstung entscheidend. Wasserdichte Wathosen und -jacken sorgen dafür, dass Sie trocken bleiben, und Watschuhe mit guten Sohlen sorgen dafür, dass Sie beim Waten immer genügend Halt haben. 

Wathosen

Wathosen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die häufigste ist eine brusthohe Wathose, mit der Sie bei Bedarf tief waten können. Wenn Sie hauptsächlich in wärmeren Regionen fischen, können Sie sich überlegen, eine hüfthohe Wathose zu kaufen, die noch mehr Atmungsaktivität bietet.

Sie sollten in ein qualitativ hochwertiges Paar Wathosen investieren, da die Wathosen beim Fliegenfischen vielen Belastungen durch Wasserdruck, Büsche, Steine, etc. ausgesetzt sind. Eine hochwertige Wathose hält länger und schont somit auf lange Sicht auch den Geldbeutel. 

Watjacken

Die gleichen Merkmale, die auf Wathosen zutreffen, gelten auch für Watjacken. Investieren Sie in ein Qualitätsprodukt, denn es kann den Unterschied zwischen einem großartigen und einem frustrierenden Tag am Wasser ausmachen. Eine gute Watjacke muss eine Reihe von Taschen zur Aufbewahrung von Fliegendosen und anderen Sachen haben und zudem wasserdicht sein.

What is Fly Fishing? Fly Fisherman in River
Fliegenfischer mit Ausrüstung im Bach

Watschuhe

Wie beim Wandern sind Watstiefel ein wesentlicher Bestandteil Ihres Fliegenfischerlebnisses. Wenn Sie beim Waten aus- und wegrutschen, kann ein Tag am Wasser zu einer frustrierenden Erfahrung werden. Deshalb sollten Sie auf eine gute Sohle aus Gummi oder Filz achten. Zudem kann man noch Spikes verwenden und dadurch mehr halt bekommen. Ein gutes Drainagesystem, das das Wasser abfließen lässt ist ebenfalls Pflicht.

Westen fürs Fliegenfischen

Wenn Sie ein wenig Ausrüstung mit ans Wasser bringen wollen, kann eine Fliegenfischerweste eine gute Investition sein. Sie bietet Ihnen zusätzliche Taschen zur Aufbewahrung von Fliegendosen, Vorfachspulen, Mittagessen usw. Sehen Sie sich unseren Guide für Fliegenfischerwesten an, um mehr über das Thema zu erfahren.

Polarisierte Sonnenbrillen

Nicht zuletzt wollen wir einen Blick auf sogenannte polarisierte Sonnenbrillen werfen. Sie sind aus mehreren Gründen absolut entscheidend, wenn man ans Wasser geht. Zunächst einmal schützt eine Brille die Augen, in erster Linie vor Fliegen. Besonders am Anfang kann es schnell passieren, dass man beim Werfen eine Fliege ins Auge bekommt. 

Darüber hinaus schützt eine Polbrille Ihre Augen vor der grellen Sonne und Staub. Vor allem aber ermöglicht Ihnen eine hochwertige polarisierte Sonnenbrille, „ins“ Wasser zu schauen und Fische zu sehen, die Sie ohne Brille nicht sehen würden. Erfahren Sie alles über Polarisation und Glasfarben in unserem Leitfaden für Fliegenfischer-Sonnenbrillen.

Fazit

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Artikel eine gute Vorstellung davon vermittelt hat, worum es beim Fliegenfischen geht. Lesen Sie auf The Wading List mehr über das Fliegenfischen. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, können Sie uns gerne unter info@thewadinglist.com schreiben.

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